Die VOICE autoren


Bei VOICE geht es darum, Menschen, die ihre persönlichen Erfahrungen teilen, eine Stimme zu verleihen. Das Projekt ist also im sprichwörtlichen Sinn ein Schallverstärker für diese Stimmen. Unsere Autorinnen und Autoren* kommen aus der ganzen Welt und haben völlig unterschiedliche kulturelle Hintergründe. Sie alle haben eines gemeinsam: ihre Leidenschaft und ihr Engagement für soziale oder humanitäre Projekte, oder für Entwicklungs- oder Friedensarbeit in ihren Heimatländern. Ihre Geschichten regen allesamt zum Nachdenken an und sind zutiefst inspirierend.

 

Derzeit schreiben Autoren von überall aus der Welt für VOICE, zum Beispiel aus Bolivien, Kenia, dem Südsudan, dem Libanon, Palästina und Indien. Unsere Autoren stehen in engem Kontakt mit unserem Team, das sie bei Fragen oder Problemen unterstützt. Weitere Informationen zu diesem Prozess sind unter UNSERE ARBEITSWEISE zu finden.

 

Aus politischen Gründen fühlen sich einige unserer Autoren nicht in der Lage, ihre Geschichten unter ihrem Namen zu veröffentlichen. Das ist eine traurige Realität. VOICE unterstützt diese Entscheidung - wenn die politische Situation in ihren Heimatländern es den Autoren nicht erlaubt, ihre Erfahrungen unter ihrem eigenen Namen frei zu erzählen, veröffentlichen wir ihre Geschichten anonym oder unter einem Pseudonym. Wir hoffen, dass solche Situationen sich bald ändern werden, sodass alle VOICE Autoren sich auch als solche zu ihren Geschichten bekennen können, ohne Konsequenzen für sich oder ihre Familien fürchten zu müssen. Glücklicherweise ist dies allerdings die Ausnahme, und die meisten unserer Autoren können unter ihrem Namen schreiben.

 

Einige unserer Autoren werden untenstehend vorgestellt.


einige unserer autoren...

Unsere Autorengruppe ist extrem divers und international - leider können nicht alle VOICE Autoren unter ihrem eigenen Namen schreiben, da sie Konsequenzen oder Verfolgung fürchten müssen. Daher können wir nicht alle unserer Autoren hier vorstellen. Die Reihenfolge der hier vorgestellten Autoren folgt in alphabetischer Anordnung nach Kontinent, Land und Vorname.

Afrika

Hintsa Solomon - Eritrea/Deutschland

Hintsa Solomon kommt urpsrünglich aus Eritrea. Mit 15 floh er aus seiner Heimat, wo er bis zur 9. Klasse eine Schule in Asmara besuchte. Nach zwei Jahren Flucht kam er in Deutschland an, wo er nun das Gymnasium besucht. Sein größtes Ziel ist es, Arzt zu werden. Wenn in Eritrea wieder Frieden ist, möchte er dorthin zurückgehen und als Arzt das Gesundheitssystem aufbauen. Bei VOICE erzählt er seine eigene Geschichte- von seinem Traum, Arzt zu werden und in seiner Heimat zu helfen.

 


Simon Mbeng – Kamerun

Simon ist Direktor der Better Family Foundation in Fundong in Kamerun. Er ist verheiratet und stolzer Vater von drei Kindern. Er hat einen Masterabschluss in Biblical Studies (MBs in Biblischer Theologie) und einen Master und Doktort in Special Education (M.Ed/PHD in Sonderpädagogik). Simon interessiert sich sehr für humanitäre Fragen und schreibt über seine Erfahrungen im Aufbau und der Aufrechterhaltung seines Projektes.


Alvin Walubengo Wafula - Kenia

Alvin hat einen Bachelor of Arts in Internationalen Beziehungen von der United States International University Africa. Er war 2013 ein Delegierter auf dem Harvard National Model United Nations (HNMUN) in Boston, Massachusetts, und ist Kenias ehemaliger Delegationsleiter für das Africa Model United Nations (Afro I Mun) in Äthiopien 2014. Darüber hinaus hat er zwei Mal am National Moot court Wettbewerb des Internationalen Roten Kreuz (ICRC) teilgenommen und hat als Praktikant für das kenianische Ministerium für Auswärtige Beziehungen und Internationalen Handel gearbeitet. Er ist Vize-Vorsitzender von Tuwakuze, einem von jungen Menschen geführten Verein, der die Lebensbedingungen von sozial benachteiligten Grundschulkindern durch Bildung, Förderung und das Vermitteln praktischer Fähigkeiten verbessert, um ihnen Selbstvertrauen und eine Zukunftsperspektive zu geben. Alvin schreibt über seine Erfahrungen in diesem Projekt.


Sheila Chepkoech - Kenia

Sheila hat sich in vielen Projekten in ihrem Heimatland Kenia ehrenamtlich engagiert und schreibt über ihre Erfahrungen in den verschiedenen Positionen, die sie dafür angenommen hat, besonders aber ihrer Zeit in einem Heim für Kinder mit Behinderung in Nairobi. Ihre große Leidenschaft Menschen zu helfen hat sie zu dem Abschluss eines Bachelors in Internationalen Beziehungen von der United States International University- Africa (USIU-Africa) und eines Master in Internationaler Entwicklung an SciencesPo Paris gebracht. Sheila ist auch Mitglied des VOICE Teams und unsere Ansprechpartnerin für Afrika.

 

 


Golda Poni - Südsudan

Golda schreibt über die Erfahrungen, die sie bei ihrer Mitarbeit in unterschiedlichen Initiativen im Südsudan sammeln konnte. Ihre Leidenschaft gilt der Arbeit mit den verletzlicheren oder ungeschützten Mitgliedern der Gesellschaft. Gleichzeitig begeistert sie sich für nachhaltige Entwicklungsarbeit. Ihre Arbeit mit den verletzlichsten Mitgliedern der Gesellschaft motiviert sie immer wieder, ehrgeizig für eine positive Veränderung und für mehr Hoffnung auf eine bessere Zukunft in ihrer Gemeinde und in ihrem Land zu arbeiten. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaft und Management von der Uganda Christian University (UCU) und arbeite derzeit für Christian Relief and Education in South Sudan (CRESS). Bei CRESS ist sie für die Weiterentwicklung und Leitung des Women Empowerment Programms zuständig.


Offizier und UN Peacekeeper** - West Africa

Dieser VOICE Autor  ist ein Offizier einer westafrikanischen Armee und hat weitreichende Erfahrungen mit friedens- und sicherheitspolitischen Fragen sowohl im nationalen als auch internationalen Umfeld. Er hat 2010 und 2014 als Peacekeeper zu der Friedensmission der Vereinten Nationen in Liberia (UNMIL) beigetragen und war später in der Friedensmission MINUSMA in Mali tätig. Vorhergehend hat er als Lehr- und Forschungsassistent der Psychologiefakultät einer westafrikanischen Universität gearbeitet. Neben seinem Bachelor in Psychologie und Politikwissenschaften hat er außerdem einen Commonwealth Executive Master in Public Administration (Öffentlicher Dienst). 2016 hat er seinen Master in Internationaler Sicherheit an SciencesPo Paris abgeschlossen. Er schreibt über seine Erfahrungen als "Blauhelm" in der Friedensmission in Liberia.


Asien

George Joseph - Indien

George kommt aus Indien und hat einen Master in International Development (Internationale Entwicklungspolitik) von der Paris School of International Affairs – Sciences Po. Bevor er sein Masterstudium aufnahm, hat George für eine Non-Profit-Organisation in Indien gearbeitet. Seine Arbeit konzentrierte sich dabei auf die Bereiche Bildung, Landwirtschaft und Gleichstellung von Frauen und Männern. Durch seine Entwicklungsarbeit, besonders mit Kindern und Landwirten, hat George ein ausgeprägtes Verständnis für Entwicklungsfragen entwickelt. Er ist der Auffassung, dass diese zwei Bereiche besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, um einem Land zu Wachstum und Entwicklung zu verhelfen. Während Kinder die Kraft der Zukunft sind, tragen die Landwirte die Agrarwirtschaft auf ihren Schultern,  auf die Länder wie Indien bauen. Diese Überzeugung begeistert George für die Entwicklungsarbeit, und hat zu seinem Engagement für die ausgegrenzten und einkommensschwächeren Mitglieder der Gesellschaft beigetragen. 


Tse Kar Yee (Carol) - Hong Kong

Carol kommt aus Hong-Kong, wo sie als Operationsschwester am Prince of Wales Krankenhaus arbeitet. Seit sie ihr Studium der Gesundheits- und Krankenpflege aufgenommen hat, interessiert sie sich besonders für humanitäre Hilfe und Arbeit. Sie engagiert sich beim Roten Kreuz Hong-Kong und wurde bereits mehrfach innerhalb Asiens entsandt, um nach Naturkatastrophen Hilfe zu leisten. Diese Erfahrungen spiegeln sich in ihren Beiträgen wider.


Süd- und Zentralamerika

Chamuela** – Bolivien

Chamuela arbeitet in einem ländlichen Krankenhaus in Bolivien. Sie schreibt über ihre täglichen Erfahrungen, Herausforderungen und Probleme in der Unfall- und Notaufnahme, die sie leitet. Außerdem berichtet sie aus Sicht der medizinischen Verantwortlichen für das lokale Sozialversicherungsprogramm, das großen Teilen der Bevölkerung ohne Versicherung eine stationäre medizinische Versorgung im Krankenhaus ermöglicht.


Bolivian Ghostwriter** – Bolivien

Bolivian Ghostwriter ist ein Anästhesist und hat sowohl in ländlichen als auch städtischen Krankenhäusern in Bolivien gearbeitet. Er berichtet von seiner Erfahrung  in verschiedenen Krankenhäusern und den allgemeinen Missständen im bolivianischen Gesundheitssystem.


Barbara del Bosque - Mexiko

Barbara arbeitet als Ernährungsspezialistin in verschiedenen öffentlichen und privaten Krankenhäusern in Mexiko, sowie als ehrenamtliche Rettungssanitäterin beim Roten Kreuz in ihrer Heimsatstadt Orizaba. Sie erzählt von ihren Erfahrungen in diesen beiden Tätigkeiten. Barbara engagiert sich auch als VOICE Regionalkontakt für Süd- und Lateinamerika. Sie spricht Spanisch, Englisch und Portugiesisch.


Naher und Mittlerer Osten

Noha Rbeiz - Libanon

Noha Rbeiz ist seit über zwanzig Jahren Direktorin der durch das Mouvement Social geführten Vorschule in Jnah, einem südlichen Vorort von Beirut, und engagiert sich zeit ihres Lebens in der Zivilgesellschaft und Kinderbetreuung. In der Schule ist sie mit Verwaltungs- und Koordinierungsaufgaben betraut und kümmert sich darüber hinaus umfassend um das Wohlergehen der Kinder. Noha wurde als Kind palästinensischer Eltern in Libanon geboren und arbeitete zuvor für die pro-palästinensische Organisation Beit Atfal Assomoud, die sich der Hilfe für Waisenkinder verschrieben hat. Die Vorschule liegt in einer der ärmsten und dicht besiedeltsten Teile der Stadt. Viele Kinder haben einen Migrationshintergrund - Palästinenser, Syrer, Kurden, durch den Bürgerkrieg vertriebene Libanesen. Sie sind täglich mit der Gewalt, politischen Willkür und regionalen Instabilität konfrontiert.


Charlotte Tanios - Libanon

Charlotte arbeitet für die libanesische Organisation Mouvement Socialals Programmkoordinator in Programmen für jugendliche und weibliche Inhaftierte. Ihre Aufgaben reichen von der Interessensvertretung über Programmweiterentwicklung bis hin zur  Kooperation mit Behörden und Regierung. Dabei baut sie auf viele Jahre Erfahrung im Justiz- und Haftsystems Libanons. Charlottes und Mouvement Socials Ziel ist dabei hauptsächlich, Alternativen für inhaftierte Jugendliche und Frauen zu bieten und Rückfälligkeit zu vermeiden.


Maisam Abumorr - Palästina

Maisam ist eine politische Aktivistin und Frauenrechtlerin aus Palästina. Sie hat einen wissenschaftlichen Hintergrund im Bereich Medien und Gender Studies. Maisam spezialisiert sich auf die Kultur und die Politik des Nahen und Mittleren Ostens. Sie wurde als Kommitteemitglied des Amnesty Women´s Rights Action Network gewählt und ist in dieser Rolle aktiv.



*Der Lesbarkeit halber haben wir uns dazu entschieden, auf der Webseite nur die standartmäßig angeführte männliche Form "Autoren" zu benutzen. Dies geschieht nicht aus Respektlosigkeit gegenüber unseren vielen Autorinnen, sondern ausschließlich der Verständlichkeit  unserer Leser halber.

 

**Diese Autoren können aus Angst vor Konsequenzen oder Verfolgung für sich und ihre Angehörigen nicht unter ihrem eigenen Namen schreiben.