Die VOICE autoren


Bei VOICE geht es darum, Menschen, die ihre persönlichen Erfahrungen teilen, eine Stimme zu verleihen. Das Projekt ist also im sprichwörtlichen Sinn ein Schallverstärker für diese Stimmen. Unsere Autorinnen und Autoren* kommen aus der ganzen Welt und haben völlig unterschiedliche kulturelle Hintergründe. Sie alle haben eines gemeinsam: ihre Leidenschaft und ihr Engagement für soziale oder humanitäre Projekte, oder für Entwicklungs- oder Friedensarbeit in ihren Heimatländern. Ihre Geschichten regen zum Nachdenken an und sind häufig sehr inspirierend.

 

Derzeit schreiben Autoren von überall aus der Welt für VOICE, zum Beispiel aus Bolivien, Venezuela, Kenia, dem Südsudan, Burundi und Indien. Unsere Autoren stehen in engem Kontakt mit unserem Team, das sie bei Fragen oder Problemen unterstützt.  Weitere Informationen zu diesem Prozess sind unter UNSERE ARBEITSWEISE zu finden.

 

Aus politischen Gründen fühlen sich einige unserer Autoren nicht in der Lage, ihre Geschichten unter ihrem Namen zu veröffentlichen. Das ist eine traurige Realität. VOICE unterstützt diese Entscheidung. Wenn die politische Situation in ihren Heimatländern es den Autoren nicht erlaubt, ihre Erfahrungen unter ihrem Namen frei zu erzählen, kennzeichnet VOICE ihre Geschichte mit einem Sternchen anstelle eines Namens. Der Name des Autors wird nicht veröffentlicht. Wir hoffen, dass solche Situationen sich bald ändern werden, sodass alle VOICE Autoren sich auch als solche zu ihren Geschichten bekennen können, ohne Konsequenzen für sich oder ihre Familien fürchten zu müssen. Glücklicherweise ist das allerdings die Ausnahme, und die meisten Autoren können unter ihren Namen schreiben.

 

Ein paar unserer Autoren werden nachfolgend kurz vorgestellt.

 


einige unserer autoren...

Da sich die Internetseite derzeit noch im Aufbau befindet, werden bald mehr Details zu unseren Autoren folgen. Wir bitten um etwas Geduld. Die Reihenfolge der hier vorgestellten Autoren folgt in alphabetischer Anordnung nach Kontinent, Land und Vorname.

Afrika

Hintsa Solomon- Eritrea/Deutschland

 

Ich heiße Hintsa Solomon und komme aus Eritrea. Ich bin 19 Jahre alt. Mit 15 bin ich aus Eritrea geflohen. Bis zur 9. Klasse habe ich dort eine Schule in Asmara besucht. Seit zwei Jahren wohne ich jetzt in Deutschland. Mein größtes Ziel ist es, Arzt zu werden. Ich versuche alles dafür zu tun. Wenn in Eritrea wieder Frieden ist, möchte ich dorthin zurückgehen und als Arzt das Gesundheitssystem aufbauen. Aktuell besuche ich die 10. Klasse in einem deutschen Gymnasium. Ich erzähle in VOICE meine eigene Geschichte- von meinem Traum, Arzt zu werden.

 


Simon Mbeng – Kamerun

Simon ist Direktor der Better Family Foundation in Fundong. Er ist verheiratet und stolzer Vater von drei Kindern. Er hat einen Masterabschluss in Biblical Studies (MBS; Biblische Theologie) und in Special Education (M.Ed; Sonderpädagogik). Simon interessiert sich sehr für humanitäre Fragen und schreibt über seine Erfahrungen in diesem Gebiet.


Michal Naah- Ghana

Michael ist ein Offizier der Ghana Armed Forces und hat weitreichende Erfahrungen mit friedens- und sicherheitspolitischen Fragen sowohl im nationalen als auch internationalen Umfeld. Er hat 2010 und 2014 als Peacekeeper zu der Friedensmission der Vereinten Nationen in Liberia (UNMIL) beigetragen. Vorhergehend hat er als Lehr- und Forschungsassistent der Psychologiefakultät der University of Ghana gearbeitet. Neben seinem Bachelor in Psychologie und Politikwissenschaften hat Micheal außerdem einen Commonwealth Executive Master in Public Administration (Öffentlicher Dienst) von der Kwame Nkrumah University of Science and Technology in Ghana. 2016 hat er seinen Master in Internationaler Sicherheit an SciencesPo Paris abgeschlossen. Michael schreibt über seine Erfahrungen als "Blauhelm" in der Friedensmission in Liberia.


Alvin Walubengo Wafula - Kenia

Alvin hat einen Bachelor of Arts in Internationalen Beziehungen von der United States International University Africa. Seine Interessen reichen von Demokratie, Governance und Diplomatie zu Flüchtligen, Kindern, Bildung, Entwicklung und humanitären Belangen. Er war 2013 ein Delegierter auf dem Harvard National Model United Nations (HNMUN) in Boston, Massachusetts, und ist Kenias ehemaliger Delegationsleiter für das Africa Model United Nations (Afro I Mun) in Äthiopien 2014. Darüber hinaus hat er zwei Mal am National Moot court Wettbewerb des Internationalen Roten Kreuz (ICRC) teilgenommen und hat als Praktikant für das kenianische Ministerium für Auswärtige Beziehungen und Internationalen Handel gearbeitet. Er ist Vize-Vorsitzender von Tuwakuze, einem von jungen Menschen geführten Verein, der die Lebensbedingungen von sozial benachteiligten Grundschulkindern durch Bildung, Förderung und das Vermitteln praktischer Fähigkeiten verbessert, um ihnen Selbstvertrauen und eine Zukunftsperspektive zu geben. Alvin schreibt über seine Erfahrungen in diesem Projekt.


Sheila Chepkoech - Kenia

Sheila hat sich in vielen Projekten in ihrem Heimatland Kenia ehrenamtlich engagiert und schreibt über ihre Erfahrungen in den verschiedenen Positionen, die sie dafür angenommen hat. Sheila ist auch Mitglied des VOICE Teams und unsere Ansprechpartnerin für Afrika.

Sheila sagt über sich selbst: "Ich komme aus Kenia und habe eine große Leidenschaft dafür, Menschen zu helfen- besonders denen aus Ostafrika, wo ich herkomme. Das hat mich dazu bewegt, Entwicklungspolitik zu studieren und als Beruf zu verfolgen. Ich habe einen Bachelor in Internationalen Beziehungen von der United States International University- Africa (USIU-Africa) und mache gerade meinen Master in Internationaler Entwicklung an SciencesPo Paris. Ich habe ein großes Durchhaltevermögen, einen starken Glauben, bin optimistisch und sehr motiviert, und gebe nie auf, um meine Ziele zu erreichen. Ich verfolge alle meine Träume, egal welche Hindernissen ich auf dem Weg gegenüber stehe. Meine Kraft dazu bekomme ich von den starken Menschen, die für andere in ihrem Leben große Hürden überkommen haben. Ich versuche auch, für andere eine Inspiration zu sein. Ich liebe Volleyball, und Sport generell. Auch Musik mag ich sehr gerne, ebenso wie gutes Essen und die Natur."

 


Golda Poni - Südsudan

Golda schreibt über die Erfahrungen, die sie bei ihrer Mitarbeit in unterschiedlichen Initiativen im Südsudan sammeln konnte. Sie sagt über sich selbst:

„Ich bin 23 Jahre alt und komme aus dem Südsudan. Meine Leidenschaft gilt der Arbeit mit den verletzlicheren oder ungeschütztem Mitgliedern der Gesellschaft, um eine vollständige Veränderung ihrer Lebenssituation zu erreichen. Gleichzeitig begeistere ich mich für nachhaltige Entwicklungsarbeit. Meine Arbeit mit den verletzlichsten Mitgliedern der Gesellschaft motiviert mich immer wieder, ehrgeizig für eine positive Veränderung und für mehr Hoffnung auf eine bessere Zukunft in meiner Gemeinde und in meinem Land zu arbeiten. Ich habe einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaft und Management der Uganda Christian University (UCU) und arbeite derzeit für Christian Relief and Education in South Sudan (CRESS). Bei CRESS bin ich für die Weiterentwicklung und Leitung des Women Empowerment Programms zuständig. Ich bin sehr glaübig, ganz meiner Arbeit verschrieben, aufmerksam, loyal und voller Eigeninitiative. Ich mag Musik, Filme und anregende Unterhaltungen mit interessanten Menschen, besonders mit meinen Freunden.“


Asien

Aluganti Prasad- Indien

Prasad, derzeit Direktor des Movement for Rural Emancipation (Bewegung für ländliche Emanzipation),  kann auf über dreißig Jahre Arbeit im Bereich der sozialen Entwicklung in ländlichen Teilen Indiens zurückblicken. Ziel seiner Arbeit ist es, benachteiligten Kindern Bildungschancen und behinderten Menschen Arbeitsmöglichkeiten zu eröffnen. Er ist hat viel Erfahrung in der praktischen und administrativen Leitung einer NGO vor Ort, auch in herausfordernden Umständen. Prasad engagiert sich darüber hinaus für die Ausbildung neuer NGO-Mitarbeiter.

 


George Joseph- Indien

George kommt aus Indien und absolviert gerade einen Master in International Development (Internationale Entwicklungspolitik) an der Paris School of International Affairs – Sciences Po. Bevor er sein Masterstudium aufnahm hat George für eine Non-Profit-Organisation in Indien gearbeitet. Seine Arbeit konzentrierte sich dabei auf die Bereiche Bildung, Landwirtschaft und Gleichstellung von Frauen und Männern. Durch seine Entwicklungsarbeit, besonders mit Kindern und Landwirten, hat George ein ausgeprägtes Verständnis für Entwicklungsfragen entwickelt. Er ist der Auffassung, dass diese zwei Bereiche besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, um einem Land zu Wachstum und Entwicklung zu verhelfen. Während Kinder die Kraft der Zukunft sind, tragen die Landwirte die Agrarwirtschaft auf ihren Schultern,  auf die Länder wie Indien bauen. Diese Überzeugung begeistert George für die Entwicklungsarbeit, und hat zu seinem Engagement für die ausgegrenzten und einkommensschwächeren Mitglieder der Gesellschaft beigetragen.  

 


Tse Kar Yee (Carol) - Hong Kong

Carol kommt aus Hong-Kong, wo sie als Operationsschwester am Prince of Wales Krankenhaus arbeitet. Seit sie ihr Studium der Gesundheits- und Krankenpflege aufgenommen hat, interessiert sie sich besonders für humanitäre Hilfe und Arbeit. Sie engagiert sich beim Roten Kreuz Hong-Kong und wurde bereits mehrfach innerhalb Asiens entsandt, um nach Naturkatastrophen Hilfe zu leisten. Diese Erfahrungen spiegeln sich in ihren Beiträgen wider.

 


Süd- und Zentralamerika

– Bolivien

im Krankenhaus von , in einem ländlichen Teil Boliviens. Sie schreibt über ihre täglichen Erfahrungen, Herausforderungen und Probleme in der Unfall- und Notaufnahme, die sie leitet. Außerdem berichtet sie aus Sicht der medizinischen Verantwortlichen für das Sozialversicherungsprogramm PPSS, das dem großen Teil der Bevölkerung hilft, der sich keine Versicherung leisten kann, um eine stationäre medizinische Versorgung im Krankenhaus zu bezahlen.


Mittlerer Osten

Noha Rbeiz - Beirut

Noha Rbeiz ist seit über zwanzig Jahren Direktorin der durch das Mouvement Social geführten Vorschule in Jnah, einem südlichen Vorort von Beirut und engagiert sich zeit ihres Lebens in der Zivilgesellschaft und Kinderbetreuung. In der Schule ist sie mit Verwaltungs- und Koordinierungsaufgaben betraut und kümmert sich darüber hinaus umfassend um das Wohlergehen der Kinder. Noha Rbeiz wurde als Kind palästinensischer Eltern in Libanon geboren und arbeitete zuvor für die pro-palästinensische Organisation Beit Atfal Assomoud, die sich der Hilfe für Waisenkinder verschrieben hat. Die Vorschule liegt in einer der ärmsten und dicht besiedelten Teile der Stadt. Viele Kinder haben einen Migrationshintergrund - Palästinenser, Syrer, Kurden, durch den Bürgerkrieg vertriebene Libanesen. Sie sind täglich mit der Gewalt, politischen Willkür und regionalen Instabilität konfrontiert.

 



*Der Lesbarkeit halber haben wir uns dazu entschieden, auf der Webseite nur die standartmäßig angeführte männliche Form "Autoren" zu benutzen. Dies geschieht nicht aus Respektlosigkeit gegenüber unseren vielen Autorinnen, sondern ausschließlich der Verständlichkeit  unserer Leser halber.